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Basisinformation ÖVS

Österreichische Vereinigung für Supervision, ÖVS

Die Österreichische Vereinigung für Supervision und Coaching, ÖVS, ist erste Ansprechpartnerin in Österreich, wenn es um qualifizierte Supervision und Coaching, um Rahmenbedingungen, das Setzen von Qualitätsstandards und Ausbildungsfragen sowie um die Vernetzung landesweiter Aktivitäten geht. Ziel der ÖVS ist es, das hohe Niveau von Supervision und Coaching aufrechtzuerhalten, von Organisationsentwicklung/Organisationsberatung zu sichern und ständig weiter zu entwickeln. Die ÖVS wurde 1994 gegründet und umfasst neben 9 Bundeslandgruppen und 16 anerkannten Ausbildungseinrichtungen mehr als 1.250 eingetragene SupervisorInnen und Coaches in ganz Österreich. Vorsitzende ist seit April 2016 Michaela Judy, die Geschäftsstelle in Wien wird von Wolfgang Knopf geleitet.

Für mehr kommunikative Kompetenz im Beruf

Supervision und Coaching kommt überall dort zum Einsatz, wo Kommunikation eine zentrale Rolle spielt. Ziel von Supervision und Coaching ist es, im Einzelgespräch, im Team oder in der Gruppe berufliche Situationen zu reflektieren, die damit verbundenen Herausforderungen konstruktiv zu bewältigen, Konflikte zu lösen und Veränderungsprozesse zielführend zu gestalten.

Auf das richtige Setting kommt es an

Die mehr als 1.250 SupervisorInnen, Coaches und nun auch OrganisationsentwicklerInnen/-beraterInnen, die in die Liste der ÖVS eingetragen sind, zeichnen sich durch hohe Professionalität aus. Sie sind aufgrund ihrer umfassenden Ausbildung in der Lage, in kurzer Zeit Themenstellungen und Probleme auf den Punkt zu bringen und zu erkennen, welche Form der Beratung die richtige Methode zur Zielerreichung ist. Ob problem- oder zielorientierte Supervision, Einzel- oder Gruppensupervision, Coaching oder Organisationsentwicklung/Organisationsberatung – ÖVS-SupervisorInnen können rasch und kompetent eine optimale Beratungsform (Setting) für die KlientInnen und Kunden entwickeln.

Von der Sozialarbeit …

Supervision hat ihre Wurzeln in den USA und war seit den 70er Jahren Teil von Ausbildungsprozessen, die zunächst dazu beitrugen, die Professionalisierung der Sozialarbeit voranzutreiben. Mittlerweile ist die Supervision in sozialen und öffentlichen Einrichtungen – ob Bewährungshilfe, Frauenhäuser, Schulen, Altenpflege, politische und Interessensvertretungen – längst zur Selbstverständlichkeit geworden, geschätzte 1.500 Organisationen setzen regelmäßig Supervision, Coaching und Organisationsberatung zur Bewältigung und Verbesserung des Arbeitsalltags ein.

… zum Erfolgsfaktor für die Wirtschaft

Auch die Wirtschaft, deren Erfolg immer stärker von der Kommunikationskompetenz ihrer MitarbeiterInnen abhängt, erkennt zunehmend den Mehrwert und Nutzen dieses innovativen Beratungsprozesses: Supervision, Coaching und Organisationsberatung bieten nachhaltig Unterstützung bei der Optimierung kommunikativer Arbeitsprozesse, helfen Burnout und Mobbing zu vermeiden, schaffen Motivation, steigern die Leistungsfähigkeit, bringen mehr Lust und Freude an den Arbeitsplatz und fördern damit Kompetenz und Produktivität. Kurz: Supervision, Coaching und Organisationsberatung werden mehr und mehr zum Erfolgsfaktor.

Wenn „Sand im Getriebe“ ist

Kompetente externe Unterstützung von Teams und Gruppen hilft, Probleme und Herausforderungen zu reflektieren, Reibungsverluste zu verhindern, und neue Dimensionen und Möglichkeiten für das Team und sich selbst zu entdecken. Durch gezieltes Querdenken stellen SupervisorInnen und Coaches oft überraschende Fragen und initiieren damit ebenso überraschende Antworten.

Die Einzelsupervision richtet sich an Menschen, die in ihrem Beruf eine hohe Verantwortung zu tragen haben, mit KlientInnen und KundInnen arbeiten oder einem permanenten Entscheidungs- und Leistungsdruck ausgesetzt sind. Ob Chefärztin, Flugkapitän oder Unternehmensvorstand – Top-ManagerInnen „in einsamer Position“ sind froh, mit jemandem reden zu können. Coaching wiederum zielt auf die individuelle Beratung von Führungskräften zur optimalen Gestaltung ihrer Managementfunktion bei Veränderungsprozessen oder ihrer persönlichen Karriereplanung ab.

Wie lange dauert´s?

Während in manchen Fällen, etwa zur Klärung eines bestimmten Problems, eine Einzel-Supervision mit fünf Stunden ausreichend ist, kann eine begleitende Team-Supervision über einen längeren Zeitraum – beispielsweise ein oder zwei Jahre im zwei- bis dreiwöchigen Rhythmus – zielführend sein. Eine ideale Gruppengröße umfasst maximal 12 Personen, die Sitzung dauert durchschnittlich zwei mal 50 Minuten. Die Kosten einer Supervisionsstunde liegen in der Regel bei 90 bis 120 Euro, eine Refundierung ist in vielen Fällen über den Dienstgeber möglich.

Supervision mit Qualität …

Wer in das Verzeichnis der ÖVS SupervisorInnen aufgenommen werden will, muss neben einer abgeschlossenen Berufsausbildung eine umfassende Supervisionsausbildung absolviert haben, die mindestens fünf Semester und 450 Unterrichtseinheiten umfasst. Darüber hinaus müssen 75 Stunden Lern- und 50 Lehrsupervisions-Stunden – begleitet von einem ausgebildeten ÖVS-Supervisor – absolviert werden. Viele ÖVS-SupervisorInnen verfügen über eine akademische Ausbildung und blicken auf langjährige Berufserfahrung in anderen Berufen – von der Erwachsenbildung und Unternehmensberatung, über die Sozialberatung und Psychotherapie bis zu Politik und Wirtschaft – zurück. ÖVS-Mitglieder sichern und entwickeln die Qualität ihrer Arbeit in regelmäßigen Reflexionsgesprächen im kollegialen Setting.

… und Verantwortung

Die ÖVS hat als qualitätsorientierte Berufsorganisation ethische Richtlinien erstellt, die für alle Mitglieder bindend vorgeschrieben sind. Für die KlientInnen und KundInnen bedeutet das eine unbedingte Wahrung des Vertrauensverhältnisses sowie die Sicherheit, dass keinerlei Informationen nach außen weitergegeben oder von Dritten missbraucht werden können. Zudem sind ÖVS SupervisorInnen und Coaches zu einem Contracting verpflichtet, das die Rollen der handelnden Personen genau definiert.

Service für Mitglieder und Interessierte

Die ÖVS organisiert praxisorientierte, wissenschaftlich fundierte Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen wie die seit 2003 stattfindenden „Brush up your tools“-Fachtagungen.

Die Ergebnisse der Tagungen werden in Buchform publiziert. Fundiertes nationales und internationales Wissen wird durch die Schriftenreihe „Supervision“, durch die bei facultas.wuv erscheinende Buchreihe „Supervision-Coaching-Organisationsberatung“, die gemeinsam mit dem schweizerischen und deutschen Berufsverband herausgegeben wird, sowie die mehrmals im Jahr erscheinenden ÖVS-News garantiert.

Wissenschaftspreis der ÖVS

2009 wurde erstmals der ÖVS-Wissenschaftspreis für herausragende wissenschaftliche Arbeiten in Wien verliehen. Ziel der Preisvergabe ist es, die fachliche Auseinandersetzung mit Supervision und Coaching zu fördern. Die eingereichten Diplomarbeiten, Masterthesen und Abschlussarbeiten von Universitäten, Fachhochschulen und Supervisions-Lehrgängen werden von einer aus ÖVS- und UniversitätsvertreterInnen bestehenden Fachjury beurteilt. Der Preis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben.

Internationale Vernetzung

Die ÖVS ist Gründungsmitglied der ANSE (Association of National Organisations for Supervision in Europe). Gemeinsam mit mehr als 24 repräsentativen nationalen Verbänden verfolgt die ÖVS das Ziel, das hohe Niveau von Supervision, Coaching und Organisationsberatung auch auf europäischer Ebene aufrechtzuerhalten und voranzutreiben.

Der beste Weg zur Supervision

Dem hohen Qualitätsanspruch der ÖVS werden mehr als 1.250 SupervisorInnen und Coaches gerecht. Ihre Adressen findet man unter www.oevs.or.at/suche. Das Wiener Büro befindet sich im 1. Bezirk, Heinrichsgasse 4, ein paar Schritte vom Rudolfsplatz entfernt. Telefonisch ist die ÖVS unter 01/ 533 08 22, per E-Mail unter office@oevs.or.at erreichbar.

Rückfragenhinweis:
ÖVS-Geschäftsstelle, Tel. 01/ 533 08 22, office@oevs.or.at